Xenon Brenner

 Wissenswertes

Xenon Brenner

, werden Lampen genannt, die nicht mit einem Glühfaden (oder Glühwendel genannt), wie es bei herkömmlichen Glüh- und Halogenlampen der Fall ist, Licht produzieren, sondern vielmehr durch elektrische Entladung in einem Gasgemisch. Dieses Gasgemisch besteht zum größten Teil aus Xenon, was wiederum die Namensgebung erklärt. Da Xenongas an sich nicht elektrisch leitfähig ist, muss es erst durch einen Hochspannungs- oder Zündimpuls von bis zu 25kV ionisiert werden, damit ein leitfähiger Raum zwischen den beiden Wolfram-Elektroden entstehen kann. Wenn dann der Strom ohne großen Widerstand zu fließen beginnt, wird dadurch das Xenon-Gas zur Lichtemission angeregt. Das elektronische Vorschaltgerät (engl.: electronical ballast), welches zuvor den Zündimpuls erzeugte, betreibt die Lampe zunächst mit kontrollierter Überlast, um die Temperatur in der Lampe schnell zu erhöhen. Diese Temperaturerhöhung bewirkt das Verdampfen der Metallsalze (Quecksilber u. a.) und dadurch erhöht sich wiederum der Druck sowie die Lichtabgabe. Aus diesem Grund werden diese auch Quecksilberdampf-Hochdruck-Plasmalampen genannt (aber es gibt auch schon quecksilberfreie Modelle). Durch den erhöhten Druck sinkt der elektrische Widerstand weiter und so kann das elektrische Vorschaltgerät in den effizienteren Dauerbetrieb übergehen. Bis zu dieser vollen Lichtausbeute benötigt der Brenner ungefähr 15 Sekunden und dabei sind vier Fünftel der vollen Leistung bereits nach 4 Sekunden bei einem Kaltstart erreicht. Die charakteristische Färbung des Xenonlichtes stellt sich nach ca. 30 Sekunden ein. Xenon Brenner halten im Vergleich mit einer Halogenlampe viermal länger, haben eine dreimal höhere Lichtausbeute, aber mit 35 zu 55 Watt eine geringere Leistungsaufnahme im Dauerbetrieb.

Xenon Brenner

werden als Lichtquelle seit 1991 im Automobilbau eingesetzt.
Sie haben gegenüber den bisher verwendeten Halogenlampen einen höheren Lichtausstrom bei geringerem Strombedarf. Sie haben einen höheren Wirkungsgrad und leben bis zu 4x länger als Halogenlampen.
Der Xenonbrenner ist eine Gasentladungslampe. Der Sockel des Brenners hat Nasen um die Lage im Scheinwerfer vorzugeben. Im Glaskolben befinden sich zwei Wolframelektroden und das auf 20 bar komprimierte Edelgas Xenon.
Bei den Brennertypen D1S und D3S ist das Zündgerät im Sockel integriert.
Die Typen D2R werden in Reflexionsscheinwerfern eingesetzt, der Glaskolben ist mit einer Abschattung versehen um die Hell-Dunkel-Grenze zu erzielen.
Brenner vom Typ D2S sind für Projektionsscheinwerfersysteme vorgesehen, sie besitzen einen klaren Glaskolben. Die modernen D3S und D4S Typen verzichten auf das umweltschädliche Quecksilber und arbeiten mit einer Betriebsspannung von 42V.
Schaltet der Fahrer das Licht ein versorgt das Steuergerät das Zündgerät mit Strom. Das Zündgerät erzeugt eine Hochspannung von ca. 25 kV und der Lichtbogen baut sich zwischen den Wolframelektroden auf. Für etwa 30 Sekunden versorgt das Steuergerät den Brenner mit einer erhöhten Stromstärke, um den Aufbau des Lichtbogens zu beschleunigen. Wenn der Lichtbogen voll ausgebildet ist, versorgt das Steuergerät den Brenner mit einer geregelten Stromstärke und einer Rechteckspannung von ca. 85 V.

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